Geringe Wärmeausdehnung, hohe chemische Beständigkeit und warum es sich als Standardmaterial für Laborglas etabliert hat.

Die für Laborgeräte verwendete Glasart beeinflusst unmittelbar deren Verhalten bei Temperaturänderungen, Kontakt mit Chemikalien und im täglichen Laborbetrieb. Aus diesem Grund wird Borosilikatglas 3.3 häufig für professionelle Laborgeräte eingesetzt – von Bechergläsern und Erlenmeyerkolben bis hin zu Rundkolben und Laborapparaturen.

Doch was unterscheidet Borosilikat 3.3 von herkömmlichem Glas?

Was ist Borosilikat 3.3?

Borosilikatglas ist eine spezielle Glasart, die hauptsächlich Siliziumdioxid und Boroxid enthält. Die Bezeichnung „3.3“ bezieht sich auf die geringe Wärmeausdehnung des Glases. Der lineare Wärmeausdehnungskoeffizient von Borosilikat 3.3 beträgt ungefähr 3,3 × 10⁻⁶ K⁻¹.

Das bedeutet, dass sich die Abmessungen des Glases bei Temperaturänderungen nur geringfügig verändern – ein wichtiger Vorteil im Labor.

Warum ist eine geringe Wärmeausdehnung wichtig?

Laborglas kann beim Einsatz Erwärmung, Abkühlung sowie Flüssigkeiten unterschiedlicher Temperatur ausgesetzt sein.

Ein niedriger Wärmeausdehnungskoeffizient trägt dazu bei, die durch Temperaturänderungen verursachten inneren Spannungen zu reduzieren. Unter geeigneten Einsatzbedingungen bietet Borosilikat 3.3 daher eine höhere Temperaturwechselbeständigkeit als herkömmliches Kalk-Natron-Glas.

Dennoch ist kein Laborglas vollständig gegen plötzliche oder unkontrollierte Temperaturänderungen geschützt. Geeignete Verfahren zum Erwärmen und Abkühlen sollten daher immer eingehalten werden.

Hohe chemische Beständigkeit

Ein weiterer wichtiger Grund für den Einsatz von Borosilikat 3.3 im Labor ist seine hohe chemische Beständigkeit.

Die Glasstruktur bietet eine hohe Beständigkeit gegenüber Wasser und zahlreichen Chemikalien. Dadurch eignet sich das Material für Routineanalysen, Probenvorbereitung, Mischvorgänge und viele weitere Laboranwendungen.

Die tatsächliche chemische Beständigkeit hängt jedoch unter anderem von der jeweiligen Chemikalie, ihrer Konzentration, der Temperatur und der Kontaktzeit ab.

Warum wird es so häufig für Laborglas verwendet?

Borosilikat 3.3 wird nicht aufgrund einer einzelnen Eigenschaft eingesetzt, sondern aufgrund seiner ausgewogenen Kombination wichtiger Leistungsmerkmale:

  • Geringe Wärmeausdehnung
  • Hohe Temperaturwechselbeständigkeit
  • Hohe hydrolytische und chemische Beständigkeit
  • Gute optische Transparenz
  • Eignung für zahlreiche Laboranwendungen
  • Langlebigkeit bei wiederholtem Gebrauch

Diese Eigenschaften machen Borosilikat 3.3 zu einem idealen Material für zahlreiche Glasprodukte in wissenschaftlichen, industriellen, Ausbildungs- und Forschungslaboren.

BOROX und Borosilikat 3.3

Je nach vorgesehenem Einsatzbereich und technischen Anforderungen sind BOROX Laborprodukte in Borosilikat 3.3 erhältlich.

Von Bechergläsern und Erlenmeyerkolben bis zu Kolben und kompletten Laborapparaturen trägt die Wahl des richtigen Glases zu zuverlässigen Arbeitsabläufen, einer langen Produktlebensdauer und einer effizienten Laborarbeit bei.

BOROX® — Precision in Every Detail.