Auf Laborglas finden sich häufig Kennzeichnungen wie Approx., Klasse A, AS, B, IN, EX, TC, TD, 20 °C, ISO, DIN und LOT. Sie geben wichtige Informationen über Verwendungszweck und technische Eigenschaften.
Wichtige Kennzeichnungen
mL: Nennvolumen des Produkts.
Approx.: Das angegebene Volumen bzw. die Graduierung ist als ungefähr zu betrachten.
Klasse A: Engere volumetrische Toleranzen entsprechend der anwendbaren Produktnorm.
Klasse AS: Klasse-A-Toleranzen in Verbindung mit zusätzlichen, in der jeweiligen Norm definierten AS-Eigenschaften.
Klasse B: Im Allgemeinen größere volumetrische Toleranzen als Klasse A.
IN / TC
To Contain – auf Inhalt kalibriert.
Das Gefäß ist dafür kalibriert, das angegebene Volumen zu enthalten.
EX / TD
To Deliver – auf Abgabe/Ablauf kalibriert.
Das Produkt ist dafür kalibriert, unter definierten Bedingungen das angegebene Volumen abzugeben.
20 °C
Bezugstemperatur der volumetrischen Kalibrierung.
Beispiel:
250 mL A IN 20 °C
bedeutet:
250 mL Nennvolumen + Klasse A + auf Inhalt kalibriert + 20 °C Bezugstemperatur.
±
Kann eine definierte Toleranz kennzeichnen.
Toleranz und Messunsicherheit sind jedoch unterschiedliche Begriffe.
ISO / DIN
Verweisen auf Normen. Entscheidend sind die konkrete Normnummer und deren Anwendungsbereich.
Borosilikat 3.3
Beschreibt die Glasart und nicht die volumetrische Genauigkeitsklasse.
LOT / Batch
Identifiziert eine Produktionscharge und unterstützt die Rückverfolgbarkeit.
S/N
Die Seriennummer identifiziert normalerweise ein einzelnes Produkt oder Gerät.
LOT = Gruppenidentifikation
S/N = Einzelidentifikation
Schnellübersicht
| Kennzeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| Approx. | Ungefähres Volumen |
| Klasse A | Engere Toleranz |
| Klasse AS | Klasse A + AS-Eigenschaften |
| Klasse B | Größere Toleranz |
| IN / TC | Auf Inhalt kalibriert |
| EX / TD | Auf Abgabe kalibriert |
| 20 °C | Bezugstemperatur |
| ISO | Internationale Norm |
| DIN | Deutsche Norm |
| Borosilikat 3.3 | Glasmaterial |
| LOT | Produktionscharge |
Fazit
Die Kennzeichnungen auf Laborglas geben wichtige Informationen über Volumen, Toleranzklasse, Kalibrierungsart, Bezugstemperatur, Material und Rückverfolgbarkeit.
Für eine korrekte Interpretation sollten sie immer zusammen mit der jeweils anwendbaren Produktnorm betrachtet werden.