Worauf sollte man bei der Auswahl eines Scheidetrichters achten?

Scheidetrichter gehören zu den grundlegenden Laborgeräten für die Trennung nicht miteinander mischbarer Flüssigphasen, Flüssig-Flüssig-Extraktionen und lösungsmittelbasierte Trennverfahren. Die richtige Auswahl ermöglicht einen kontrollierten Arbeitsablauf, erleichtert die Phasentrennung und hilft, Probenverluste zu reduzieren.

1. Das richtige Volumen wählen

Das Volumen des Scheidetrichters sollte entsprechend der gesamten verwendeten Flüssigkeitsmenge gewählt werden. Der Scheidetrichter sollte nicht vollständig gefüllt werden, da insbesondere beim Schütteln ausreichend Freiraum erforderlich ist.

Berücksichtigt werden sollte daher das Gesamtvolumen aus Probe und Extraktionsmittel.

2. Form: Birnenförmig oder zylindrisch?

Scheidetrichter sind in unterschiedlichen Formen erhältlich. Besonders verbreitet ist die Birnenform.

Durch den schmaleren unteren Bereich sammelt sich die untere Phase konzentriert, wodurch die Phasengrenze leichter beobachtet und kontrolliert werden kann. Je nach Anwendung können auch zylindrische oder andere Ausführungen sinnvoll sein.

3. Auf den Hahn achten

Der Hahn gehört zu den wichtigsten Komponenten eines Scheidetrichters.

Übliche Varianten sind Glashähne und PTFE-Hähne. PTFE-Hähne bieten bei vielen Laboranwendungen eine komfortable Handhabung.

Entscheidend ist dabei die chemische Beständigkeit und Kompatibilität mit den verwendeten Lösungsmitteln und Chemikalien.

4. Stopfen und Schliffverbindung

Ein korrekt sitzender Stopfen ist besonders beim Schütteln wichtig.

Je nach Ausführung können geschliffene Glasstopfen oder geeignete Stopfen aus synthetischen Materialien verwendet werden. Stopfen und Verbindung sollten vor der Verwendung kontrolliert werden.

5. Glasqualität und chemische Beständigkeit

Scheidetrichter können mit zahlreichen Lösungsmitteln, Säuren und chemischen Lösungen in Kontakt kommen. Eine hohe chemische Beständigkeit ist daher besonders wichtig.

Borosilikatglas 3.3 wird aufgrund seiner geringen Wärmeausdehnung und hohen chemischen Beständigkeit häufig im Labor eingesetzt.

6. Gute Sichtbarkeit der Phasen

Bei einer Flüssig-Flüssig-Extraktion muss die Grenzfläche zwischen den beiden Phasen gut erkennbar sein.

Hochwertiges transparentes Glas erleichtert die Beobachtung von Phasengrenze, Emulsionsbildung und Flüssigkeitsstand.

7. Sichere Anwendung

Beim Schütteln können insbesondere bei flüchtigen Lösungsmitteln Druckunterschiede im Scheidetrichter entstehen. Deshalb muss der Scheidetrichter während des Arbeitsvorgangs vorsichtig entlüftet werden.

Dabei sollte er immer in eine sichere Richtung gehalten und entsprechend den geltenden Labor-Sicherheitsvorschriften verwendet werden.

Der richtige Scheidetrichter = Kontrolliertere Extraktion

Bei der Auswahl sollten Volumen, Geometrie, Hahnart, Stopfen, Glasqualität, chemische Kompatibilität und Bedienkomfort gemeinsam berücksichtigt werden.

BOROX Laborglasprodukte sind in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich und unterstützen zuverlässige und kontrollierte Laborprozesse.

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