Was ist PTFE?

PTFE ist ein synthetisches Fluorpolymer aus Kohlenstoff und Fluor. Die starken Kohlenstoff-Fluor-Bindungen verleihen dem Material eine außergewöhnlich hohe Stabilität gegenüber zahlreichen Chemikalien.

Zu den wichtigsten Eigenschaften gehören:

  • Sehr hohe chemische Beständigkeit
  • Breiter Einsatztemperaturbereich
  • Sehr niedriger Reibungskoeffizient
  • Antihaft-Eigenschaften
  • Sehr geringe Wasseraufnahme
  • Gute elektrische Isolationseigenschaften

Hervorragende chemische Beständigkeit

PTFE weist gegenüber zahlreichen Säuren, Basen und Lösungsmitteln eine ausgezeichnete Beständigkeit auf.

Daher wird es häufig für Ventile, Schläuche, Dichtungen, Verbindungen und Hähne eingesetzt.

Die chemische Verträglichkeit sollte dennoch immer unter Berücksichtigung von Chemikalie, Konzentration, Temperatur und Kontaktdauer beurteilt werden.

Breiter Temperaturbereich

PTFE behält seine nützlichen Eigenschaften über einen großen Temperaturbereich bei und eignet sich dadurch für zahlreiche anspruchsvolle Laboranwendungen.

Die tatsächlichen Einsatzgrenzen hängen jedoch auch von der Konstruktion und den übrigen Komponenten des Produkts ab. Die Herstellerangaben sind daher stets zu beachten.

Niedrige Reibung

PTFE besitzt einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten.

Diese Eigenschaft ist insbesondere bei beweglichen Komponenten wie Bürettenhähnen, Scheidetrichterhähnen und Laborventilen von Vorteil und ermöglicht eine gleichmäßige und kontrollierte Bedienung.

Antihaft-Oberfläche

Viele Substanzen haften nur schwer an PTFE-Oberflächen. Dadurch können Ablagerungen reduziert und die Reinigung bei bestimmten Anwendungen erleichtert werden.

PTFE findet man deshalb häufig bei Magnetrührstäbchen, Spateln, Beschichtungen und Komponenten für den Flüssigkeitstransfer.

Sehr geringe Wasseraufnahme

PTFE nimmt nur sehr geringe Mengen Wasser auf. Dadurch kann das Material seine Eigenschaften auch bei Kontakt mit Feuchtigkeit und Flüssigkeiten gut beibehalten.

Typische Anwendungen im Labor

PTFE wird unter anderem für Hähne, Dichtungen, O-Ringe und Dichtungskomponenten, Schläuche, Verbindungsstücke, Magnetrührstäbchen, Spatel, Filterkomponenten und Beschichtungen eingesetzt.

Besonders verbreitet ist die Kombination von Borosilikatglas und PTFE-Komponenten.

Ist PTFE für jede Anwendung geeignet?

Nicht unbedingt. Mechanische Belastung, Druck, Temperatur, chemische Umgebung, Reinheitsanforderungen und Produktkonstruktion müssen berücksichtigt werden.

Je nach Anwendung können beispielsweise PP, PE, HDPE, PFA oder FEP besser geeignet sein.

Fazit

Die weite Verbreitung von PTFE in Laborgeräten basiert auf der Kombination aus hoher chemischer Beständigkeit, Temperaturbeständigkeit, niedriger Reibung und geringen Hafteigenschaften.

Richtig ausgewählte PTFE-Komponenten unterstützen zuverlässige und langlebige Laborgeräte.