Bei volumetrischen Laborgeräten wie Pipetten und Büretten begegnet man häufig den Bezeichnungen Klasse A und Klasse AS. Beide stehen für hohe Genauigkeitsanforderungen. Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch insbesondere in den Ablauf- und Wartezeiten.
Was ist der Unterschied zwischen Laborglas der Klasse A und Klasse AS?
Bei volumetrischen Laborgeräten wie Pipetten und Büretten begegnet man häufig den Bezeichnungen Klasse A und Klasse AS. Beide stehen für hohe Genauigkeitsanforderungen. Ein wesentlicher Unterschied liegt jedoch insbesondere in den Ablauf- und Wartezeiten.
Was bedeutet Klasse A?
Klasse A bezeichnet eine hohe Genauigkeitsklasse für volumetrische Laborgeräte.
Die zulässigen Volumentoleranzen werden durch die jeweils geltenden Normen definiert. Klasse-A-Produkte werden daher häufig für analytische Arbeiten, Qualitätskontrolle, Lösungsherstellung und präzise volumetrische Verfahren eingesetzt.
Was bedeutet Klasse AS?
Klasse AS kombiniert die hohen Genauigkeitsanforderungen mit optimierten Ablaufbedingungen.
Das „S“ steht in diesem Zusammenhang für Schnellablauf.
Diese Klassifizierung findet man insbesondere bei Pipetten und Büretten, bei denen ein schneller und dennoch präziser Flüssigkeitstransfer wichtig ist.
Der wichtigste Unterschied
Klasse AS bedeutet nicht automatisch eine höhere Genauigkeit als Klasse A.
Beide Klassen können hohe Genauigkeitsanforderungen erfüllen. Klasse AS unterscheidet sich insbesondere durch kürzere Ablauf- beziehungsweise Wartezeiten entsprechend der jeweiligen Norm.
| Merkmal | Klasse A | Klasse AS |
|---|---|---|
| Genauigkeit | Hoch | Hoch |
| Volumentoleranz | Gemäß Norm | Gemäß Norm |
| Ablauf | Standardbedingungen | Für schnelleren Ablauf optimiert |
| Wartezeit | Produkt-/normabhängig | In der Regel kürzer |
| Einsatz | Präzise Volumenmessung | Präziser und effizienter Flüssigkeitstransfer |
| Typische Produkte | Messkolben, Pipetten usw. | Besonders Pipetten und Büretten |
Warum ist die Wartezeit wichtig?
Nach dem Ablaufen einer Flüssigkeit kann ein dünner Flüssigkeitsfilm an der Innenwand des Glases verbleiben.
Um das kalibrierte Volumen korrekt abzugeben, müssen deshalb die festgelegten Ablauf- und Wartebedingungen berücksichtigt werden.
Klasse-AS-Produkte können diesen Vorgang beschleunigen und dadurch den Arbeitsablauf im Labor effizienter gestalten.
Die Kennzeichnungen gemeinsam bewerten
Bei der Produktauswahl sollten neben Klasse A oder AS auch Nennvolumen, Toleranz, Kalibriertemperatur, IN-/EX- bzw. TC-/TD-Kalibrierung, Wartezeit sowie die zutreffende ISO-/DIN-Norm berücksichtigt werden.
Welche Klasse sollte gewählt werden?
Für präzise volumetrische Arbeiten ist Klasse A eine geeignete Wahl. Wenn neben hoher Genauigkeit auch ein schnellerer Arbeitsablauf wichtig ist, kann Klasse AS bei entsprechenden Produktgruppen Vorteile bieten.
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