1. Plötzliche Temperaturwechsel vermeiden

Schnelle Temperaturänderungen können thermische Spannungen im Glas verursachen.

Heißes Glas sollte nicht unmittelbar auf kalte Oberflächen gestellt und kaltes Glas nicht plötzlich hohen Temperaturen ausgesetzt werden.

Auch bei Borosilikatglas 3.3 ist kontrolliertes Erwärmen und Abkühlen empfehlenswert.

2. Nicht jedes Glasgerät erhitzen

Nicht jedes Laborgefäß ist für direktes Erhitzen vorgesehen.

Messkolben, Büretten, Pipetten und Messzylinder dienen primär der Volumenmessung und sollten entsprechend ihrer vorgesehenen Anwendung verwendet werden.

3. Glas-auf-Glas-Kontakt vermeiden

Stöße zwischen Glasgeräten können Kratzer, Absplitterungen und mikroskopische Oberflächenschäden verursachen.

Eine sorgfältige Handhabung und geeignete Lagerung reduzieren dieses Risiko.

4. Geeignete Reinigungsmethoden verwenden

Abrasive Reinigungsmittel, Metallbürsten und andere Materialien, die die Glasoberfläche beschädigen können, sollten vermieden werden.

Geeignete Laborreinigungsmittel und passende Bürsten helfen, Glas schonend zu reinigen.

5. Chemische Beständigkeit berücksichtigen

Laborglas besitzt gegenüber vielen Chemikalien eine hohe Beständigkeit, ist jedoch nicht unter allen Bedingungen vollständig inert.

Chemikalie, Konzentration, Temperatur und Kontaktzeit sollten gemeinsam berücksichtigt werden.

6. Auf Kratzer und Mikrorisse kontrollieren

Glasgeräte sollten regelmäßig visuell überprüft werden.

Besondere Aufmerksamkeit gilt:

  • Rändern
  • Böden
  • Hälsen
  • Schliffen und Verbindungen
  • Oberflächenkratzern
  • Rissen und Absplitterungen

Beschädigte Produkte sollten insbesondere bei anspruchsvollen Anwendungen nicht weiterverwendet werden.

7. Laborglas richtig lagern

Glasgeräte sollten so gelagert werden, dass sie nicht herunterfallen, gegeneinander schlagen oder unter mechanischer Spannung stehen.

Für Pipetten und Büretten eignen sich spezielle Halterungen und Gestelle.

8. Festsitzende Glasschliffe nicht mit Gewalt lösen

Übermäßige Kraft kann zum plötzlichen Bruch führen.

Bei festsitzenden Schliffverbindungen sollten geeignete Laborverfahren angewendet werden.

9. Geeignete Produkte für Vakuum und Druck verwenden

Nicht jedes Laborglas ist für Vakuum- oder Druckanwendungen geeignet.

Es sollten ausschließlich Produkte eingesetzt werden, die für die jeweiligen Betriebsbedingungen vorgesehen sind.

10. Glasgeräte bestimmungsgemäß einsetzen

Bechergläser, Erlenmeyerkolben, Messkolben, Messzylinder, Pipetten und Büretten erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Die richtige Produktauswahl trägt sowohl zu einer längeren Lebensdauer als auch zu zuverlässigen Messungen und sicherem Arbeiten bei.

Fazit

Die Lebensdauer von Laborglas hängt wesentlich von seiner Handhabung ab.

Geeignete Reinigung, sichere Lagerung, kontrollierte Temperaturwechsel und regelmäßige Inspektionen helfen, die Leistungsfähigkeit hochwertiger Glasgeräte langfristig zu erhalten.

Die richtige Pflege schützt Sicherheit, Leistung und Lebensdauer Ihres Laborglases.