Becherglas oder Erlenmeyerkolben? Die richtige Wahl für Ihre Anwendung

Bechergläser und Erlenmeyerkolben gehören zu den am häufigsten verwendeten Laborgefäßen. Beide können zum Ansetzen, Mischen, Erhitzen und Umfüllen von Flüssigkeiten verwendet werden, wurden jedoch nicht für exakt dieselben Aufgaben entwickelt.

Die richtige Auswahl kann Bedienkomfort, Sicherheit und Effizienz verbessern.

Wann ist ein Becherglas die richtige Wahl?

Bechergläser sind aufgrund ihrer breiten Öffnung, zylindrischen Form und des Ausgusses besonders vielseitig.

Typische Anwendungen sind:

  • Herstellung von Lösungen
  • Mischen von Feststoffen und Flüssigkeiten
  • Allgemeines Erhitzen
  • Umfüllen von Flüssigkeiten
  • Ungefähre Volumenkontrolle
  • Probenvorbereitung

Die breite Öffnung erleichtert die Verwendung von Spateln, Glasstäben und anderen Hilfsmitteln.

Der Ausguss ermöglicht außerdem ein bequemes und kontrolliertes Umfüllen.

Die Skala eines Becherglases dient jedoch in der Regel nur zur ungefähren Volumenbestimmung.

Wann ist ein Erlenmeyerkolben sinnvoll?

Die konische Form und der schmale Hals eines Erlenmeyerkolbens bieten Vorteile beim Schwenken und Mischen.

Typische Anwendungen sind:

  • Mischen von Lösungen
  • Schwenken
  • Titrationen
  • Vorbereitung von Reaktionen
  • Kurzzeitige Aufbewahrung von Flüssigkeiten
  • Kontrolliertes Erhitzen

Der enge Hals reduziert die Gefahr von Spritzern beim Schwenken.

Welches Gefäß eignet sich besser zum Mischen?

Bei der Auswahl spielt die Mischmethode eine wichtige Rolle.

Für das manuelle Mischen mit Glasstab oder Spatel ist ein Becherglas aufgrund seiner breiten Öffnung besonders praktisch.

Beim Schwenken bietet der Erlenmeyerkolben aufgrund seiner konischen Geometrie mehr Kontrolle.

Bei magnetischem Rühren können beide Gefäßtypen verwendet werden.

Becherglas oder Erlenmeyerkolben zum Erhitzen?

Beide können bei entsprechender Glasqualität für bestimmte Erwärmungsanwendungen geeignet sein.

Das in BOROX Produkten eingesetzte Borosilikatglas 3.3 bietet geringe Wärmeausdehnung und hohe chemische Beständigkeit.

Die breite Oberfläche eines Becherglases kann beim Erwärmen oder Verdampfen vorteilhaft sein.

Der enge Hals eines Erlenmeyerkolbens kann dagegen Spritzer und die offene Oberfläche reduzieren.

Warum wird der Erlenmeyerkolben häufig bei Titrationen eingesetzt?

Bei einer Titration muss die Analysenlösung kontinuierlich gemischt werden.

Der breite Boden und der enge Hals des Erlenmeyerkolbens ermöglichen das kreisende Schwenken, ohne dass die Flüssigkeit leicht herausspritzt.

Welches Gefäß eignet sich besser zum Umfüllen?

Für das kontrollierte Ausgießen ist ein Becherglas mit Ausguss in der Regel praktischer.

Ein Erlenmeyerkolben bietet dagegen Vorteile, wenn die Flüssigkeit beim Schwenken oder Handhaben besser im Gefäß gehalten werden soll.

Auch das Volumen muss richtig gewählt werden

Die Wahl sollte nicht nur anhand der vorhandenen Flüssigkeitsmenge erfolgen.

Beim Mischen, Erhitzen oder bei Reaktionen muss ausreichender Freiraum im Gefäß vorhanden sein.

Daher kann beispielsweise für 250 ml Flüssigkeit ein deutlich größeres Gefäß sinnvoll sein.

Können Becherglas und Erlenmeyerkolben einander ersetzen?

Bei einigen Routinearbeiten ja. Ihre unterschiedliche Geometrie beeinflusst jedoch den Arbeitsablauf.

Grundsätzlich gilt:

Becherglas: offenes Arbeiten, Mischen, Umfüllen, allgemeine Anwendungen.

Erlenmeyerkolben: Schwenken, Titrationen, kontrolliertes Mischen und geringeres Spritzrisiko.

BOROX® — Precision in Every Detail.